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Rohkost: was ist das genau

Rohkost – oder besser “Nahrung die uns jung und vital bleiben läßt”?

Einfach ausgedrückt: Rohkost ist alles, was so natürlich belassen ist, wie möglich.

Es gibt inzwischen viele Definitionen und darüber läßt sich streiten. Dennoch ist Rohkost für mich rohe Kost. Nicht gekocht und wenig, bis gar nicht verarbeitet bzw. einfach getrocknet. Dazu gehört für mich auch rohe nicht erhitzte Milch genau so wie roher Fisch oder Fleisch (ja, es gibt Rohköstler, die einfach rohes oder getrocknetes Fleisch essen).

Ganz einfach deshalb, weil Nahrung, die ungekocht belassen wird, unserem Körper am besten tut. Der volle unveränderte Gehalt an Vitaminen, Mineralien und, vor allen Dingen, Enzymen, die wir so wichtig für die Verdauung des jeweiligen Nahrungamittels brauchen.

Für Rohkost wir immer eine maximale Temperatur von 42 Grad angegeben. Von unserem Körper weiß man, dass 42 Grad Fieber ab 6 Stunden Dauer wichtige Eiweißsstrukturen im Körper zerstören kann. Bei Lebensmitteln ist das mit Sicherheit genau so. Aber eben nicht bei allen. Es kommt auf die Inhaltsstoffe an. Es gibt z.B. Fermentierungsprozesse wie bei der Vanille oder Kakaobohnen, die natürlich ablaufen und Temperaturen von 55-70 Grad erreichen. Sie laufen natürlich ab und verändern einen Stoff; sie verändern einen Stoff von einem Zustand, in einen anderen. Ist das deswegen schlecht? Müßte man von Fall zu Fall entscheiden.

Von Käse, überbacken in der Mikrowelle, weiß man, dass die Struktur hinterher Kunststoff mehr ähnelt als dem Käse! Mikrowellen erhitzen eben sehr stark.

Fermentierung bei Sojabohnen ergibt schon seit vielen Jahrhunderten eine leckere und gesunde Sojasoße mit vielen verdauungsförderlichen Enzymen.

Sie merken schon, dass dieses Thema sehr “dehnfähig” ist. Beachten Sie bei der Nahrungsauswahl ein paar wichtige Kriterien zum gesund halten; das ist das Wichtigste. Und wenn der Körper gesund ist, hält er auch zwischendurch einmal etwas Ungesundes aus bzw. dann merken Sie es schneller, wenn ihr Körper nicht mehr davon will!

Rohkost heißt für mich:

  • Nahrung nicht über 42°C zu erhitzen. Über 42°C werden wichtige Enzyme (bei 80° etwa sind dann alle Enzyme hinüber), Vitamine und Eiweißstrukturen zerstört, dezimiert oder verändert.
  • Nahrung nur so weit weiter zu verarbeiten, wie unbedingt nötig. Mit jedem Zerkleinerungs- und Bearbeitungsprozess geht “vitale Energie” verloren.
  • Nahrung möglichst nur für “Notzeiten” einzufrieren; dadurch gehen viele Vitalstoffe verloren, ist aber besser als Konserve.
  • Nahrung zur richtigen Zeit zu ernten. D.h. möglichst keine unreifen oder überreifen (Zersetzungs-Verfaulungsprozess) Früchte zu essen. Gerade in den unreifen sind Stoffe, die unserer Verdauung zu schaffen machen. In Früchten und Gemüsen sind erst zum Erntezeitpunkt alle Vitamine und Mineralien in voller Menge enthalten.

rohe Kost essen heißt:

  • der Körper kann mit Hilfe der vorhandenen Vitalstoffe Gifte besser ausscheiden
  • Stoffwechselvorgänge funktionieren mit lebendigen Enzymen so wie sie sollen
  • das Immunsystem (80% liegen im Darm) funktioniert barrierefrei, wenn der Darm sauber und gesund und nicht verschleimt und verschlackt ist
  • die volle energetisch Kraft einer Pflanze zu sich zu nehmen, inklusive aller Photonen (Licht- oder Sonnenteilchen), die wir dringend für ein glückliches Leben brauchen
  • Kalorien zählen hört auf; der Körper braucht nicht mehr so viel Nahrung, denn rohe Kost ist “zellsättigend” und kein überflüssiges “Kohlehydratfutter” (hat man nach dem Essen kein gestättigtes Gefühl, dann ist auch keine Zellsättigung durch die passende Nahrung erfolgt)
  • die Sinne klären sich, man wird feinfühliger und bekommt eher ein Gespür für sich und seinen Körper, die Bereiche “zur” Seele werden klarer (sagen alle Rohköstler und ich kann´s bestätigen)
  • leistungsfähiger werden, mehr Energie haben, weniger Schlaf brauchen
  • jünger bleiben, denn nur “Müll” läßt uns alt werden – also “Anti Aging Essen

Vitalstoffe brauchen wir als wichtige Nährstoffe für unsere Gesundheit – und für eine schöne Haut, die Ausdruck eines geordneten Gesundheitssystems ist. Wir kochen unsere Nahrung (meist “zer”-kochen wird sie) und nehmen sie damit als eigentlich “nicht mehr oder schlecht verwertbar” zu uns. Damit sie besser schmeckt geben wir viele Gewürze darüber und weil wir nachher gesundheitliche Probleme bekommen, brauchen wir Vitamine und Mineralien (die wir ja eigentlich aus dem Essen zu uns nehmen sollten) um alles wieder ins Lot zu bekommen.

Anmerkung: Wenn der Körper mit Schwermetallen belastet ist, verbraucht er mehr Mineralien als normalerweise!

Ebenso ist es bei “Leaky Gut Syndrom” – einem durchlässigen Darm. Wichtige Nährstoffe können nicht aufgenommen werden und der Körper ist unterversorgt.

Voraus geht meist Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) mit einer Darmentzündung. Diese schädigt die Darmwand und macht sie auf Dauer durchlässig für Gifte.

Eine Glutenunverträglichkeit ist leider per Test nicht immer zuverlässig nachweisbar. Deswegen sollten Sie nach Symptomen gehen wie z.B. Kopfschmerzen und Blähbauch. Auch können Sie Glutenhaltiges mal mindestens 1 Woche weglassen und schauen, wie es Ihnen geht.

Hat sich der Verdacht bestätigt, dann machen Sie unbedingt eine Darmsanierung und verzichten Sie vorerst auf Glutenhaltiges (ich habe die Erfahrung bei mir und anderen gemacht, dass ein wiederaufgebauter Darm mit intakter Darmflora, wenn er nicht zu sehr geschädigt war, anschließend auch wieder Glutenhaltiges verträgt. Gesünder ist es eh nicht zuviel davon zu essen.

Bitte verzichten Sie auf glutenfreie Mehle. Diese enthalten sehr viel Stärkeanteil, der die Darmwand verkleistert. Es gibt genug glutenfreie Vollkornbrote und andere Alternativen.

Meist taucht im Zusammenhang mit Nahrungsmittelunverträglichkeit auch ein Vitamin D Mangel auf. Bitte nachprüfen!

Das können wir uns bei Rohkost – roher Kost sparen. Diese Ernährungsform ist zwar nicht jedermanns Sache, doch können Rohkost-Gerichte unseren Speisezettel wunderbar aufpeppen und bereichern – sowohl geschmacklich für den Gaumen als auch für´s Auge.

Die wachsende Rohkost-Szene zeigt uns, wie vor allen Dingen junge Leute, mehr auf ihre Gesundheit achten und aus ethischen Gründen zu Rohkost-Nahrung greifen. Seiten wie germanygoesraw, rohkost oder rohkoch sind wirklich interessant und sollten auch von vielen anderen gelesen werden.

Wer umsteigt auf Rohkost, ganz oder nur zum Teil, hört oft von den Leuten: “Rohkost ist schwer verdaulich”, “niemals am Abend essen, sonst kann man nicht einschlafen”, “Ich esse auch Rohkost; jeden Tag 3 rohe Karotten” usw.

Rohkost:

  1. ist nur schwer verdaulich, wenn man schlecht kaut – deshalb wird alles möglichst klein gemacht oder als Smoothie gemixt
  2. ist schwer verdaulich, wenn der Darm träge und verschlackt ist – deshalb voeher eine Entschlackungs- und Aufbaukur machen
  3. ist leichter verdaulich, wenn sie möglichst klein geschnitten wird und gut kombiniert wird
  4. ist in Verbindung mit Fetten/Ölen besser verdaulich (Schmierstoff!?) (z.B. der Obstsalat am Abend mit leckerem Haselnussöl)
  5. bringt in Form von Milsäure-Gärung die Verdauung in Schwung bzw. sorgt für ein gesundes Darmmilieu z.B. milchsauer vergorenes unpasteurisiertes Sauerkraut, gemahlene Getreidekörner über Nacht einweichen für Frischkornbrei

Also, Rohkost essen heißt auch Rohkost zubereiten zu können und verschiedene wichtige Aspekte der Ernährung zu beachten und einzubauen.

Zurück zur Urkost mit nicht erhitzter (pasteurisiert) Milch (Rohmilch-Butter, -Käse, -Milch), Brot aus gekeimten Getreide (Essener Brot), Rohkost-Ölen, die bei der Pressung unter den berühmten 42 °C bleiben (selbst die meisten kalt gepressten Öle erreichen Temperaturen weit darüber).

Anmerkung: Wie bereits oben erwähnt ist auch die Temperatur für Nussöle umstritten. Manche sind der Meinung, dass Nusspressungen generell mit höherer Temperatur geschehen müssen, da sich sonst bestimmt Stoffe gar nicht herauslösen lassen (ist noch nicht erwiesen, aber sicherlich nicht ganz falsch).

Eine Ernährungsform, die nicht nur der Gesundheit gut tut, sondern auch eine Bereicherung unseres Speiseplans ist. Z.B. Obsalat (nach Urs Hochstrasser) nur mit Mandelmus und Rohkost-Öl, kurz ziehen lassen, entwickelt so mehr Fruchtzucker und braucht keinen Honig oder Zucker mehr.

Kohlrabi- oder Zucchini Spaghetti (roh) mit Tomatensauce die seinesgleichen sucht. Für den einen oder anderen vielleicht unvorstellbar, aber sehr sehr lecker für den Gaumen. Und was noch besser daran ist: Aufgrund der Nährstoff-Vielfalt ist die Zellsättigung schneller erreicht und die Portionen müssen nicht mehr so groß sein. Viele nehmen damit von selbst gesund auf Dauer ab (Ausnahmen habe auch ich kennengelernt, wen das jetzt beruhigt)! Wer nie richtig satt ist, Gelüste ohne Ende hat und evtl. mit Ekzemen und Juckreiz zu kämpfen hat, sollte sich einmal auf Parasiten untersuchen lassen. Die meisten von uns haben mehr oder weniger davon. Den Darm davon bereinigen (z.B. mit Zitronenkernöl)und wieder neu aufbauen.

Rohkost heißt vor allem, alles klein zu machen, der Verdauung zu helfen. Damit gibt es bei der anschließenden Verdauung auch weniger Probleme (viel Arbeit für die Verdauung macht uns nachher müde). Menschen mit “kleinem Verdauungsfeuer” brauchen diese Unterstützung und haben dann auch keine Probleme mehr. Oder es wird gleich umgestiegen auf grüne Smoothies nach (Vitkoria Boutenko), mit dem Vitamix zerkleinertes Grünzeug (nur der schafft die grünen Zellulosefasern zu zerkleinern und die Zellwände aufzuschließen) plus Obst nach Geschmack. Natürlich geht das Ganze ebenfalls mit einem herkömmlichen Mixer – aber es ist schon angenehm, wenn selbst kleine Kerne nachher klein gemacht sind und man nachher nicht drauf rumbeißt…

Hervorzuheben ist auf jeden Fall die geniale Entsäuerung durch die grünen Smoothies. Wer Probleme mit Übersäuerung hat, sollte diese grünen Getränke auf jeden Fall zu sich nehmen. Mit den richtigen Mineralien in Citratform (Carbonate lagern sich zu oft im Körper an) schaffen Sie eine gute Gewebsentsäuerung (extrazellulärer Raum), doch innerhalb der Zelle ist damit so ziemlich Schluß. Da Säfte Kolloide sind (nur in frisch gepreßtem Zustand), sind die Teilchen klein genug, gut und schnell im Darm aufgenommen zu werden und so eine intrazelluläre Entsäuerung anzustoßen.

Wem z.B. die grünen Smoothies zu “gehaltvoll” und zu “breiig” sind, kann sich als guten Ersatz einen guten Entsafter anschaffen (z.B. Greenstar, zerkleinert sogar Weizengras, alles ohne Sauerstoffverwirbelung (Sauerstoff zerstört die Vitamine) und die Saftausbeute ist unschlagbar, zahlt sich aus, bitte nicht bei so etwas sparen!). Auch eine Saftkur (mal eine Woche nur verschiedenste Säfte aus Grün, Gemüse, Obst) wirkt hier schon kleine Wunder. Nehmen Sie dann aber das grobe Sieb, damit mehr Ballaststoffe mit in den Saft kommen. Oder einfach zur Entschlackung 1 Liter Saft pro Tag zusätzlich trinken. Entsäuert super! Ach ja, und dabei auf tierische Eiweiße mal verzichten; das bringt zusätzliche Entschlackung.

Mit viel Grünem geben wir unserem Körper gesundes pflanzliches Eiweiß und Anti-Age-Chlorophyll. Wichtige Stoffe zur Gesunderhaltung, Regenerierung und zum jung bleiben.

Zur Rohkost gehören hier selbstverständlich auch die Sprossen und Keime mit einem vielfach erhöhtem Gehalt an Enzymen, Vitaminen, Mineralien und Spurenlementen – immer in bioverfügbarer Form. Es gibt keine gesündere und günstigere Alternative, als sich diese Kraftspender nach Hause zu holen. Entweder ganz, ganz frisch aus einem guten Biomarkt oder selbst herangezogen (ist wirklich einfach). Senf– und Kressesprossen sind besonders hervorzuheben, weil sie eine gute entgiftende Wirkung haben. Den bitter/scharfen Geschmack nehmen wir sonst in keinem Essen auf.

Oder im Frühling nach draußen gehen und sich für den Salat Wildkräuter holen. Ein Feuerwerk an Vitalität für unseren Körper. Am bekanntesten ist sicherlich die Brennesel zum Entschlacken. Aber auch der junge Löwenzahn mit seinen Bitterstoffen unterstützt Leber und Galle. Probieren Sie die leckeren Lindenkeimlinge, Buchenblätter oder Borretschblätter. Gesünder geht es kaum. Lange vergessen, erhalten die Wildkräuter wieder vermehrt Aufmerksamkeit wegen ihrer Inhaltsstoffe. Dann wird ein Kopf- oder Eisbergsalat nur noch Beiwerk – schon wegen der verschwindend geringen Anzahl von Vitaminen und Mineralien!

15 gr. Brennessel enthalten z.B. mehr Eisen, Proteine, Calcium und Mineralien als 105 gr. Kopfsalat im Vergleich!

Anmerken möchte ich noch für das Thema entschlacken und entgiften mit grünen Säften, dass gerade im Frühling der Bärlauch sehr zu emfpehlen ist. Sein Gehalt an Schwefel unterstützt die Schwermetallausleitung enorm (Bärlauchtropfen bei Ausleitung nach Klinghardt).

Wenn möglich, nehmen Sie sich jeden Tag etliche Blätter für Aufstrich, Soße, Pesto, Salat oder mit in den Saft mischen.

Jemand der seine Ernährung nicht, oder noch nicht umstellen will oder kann, kann sie so z.B. mit den grünen Smoothies bereichern und tut damit schon eine ganze Menge für seine Gesundheit. Der Körper wird so nach und nach mehr Grün und Gesundes verlangen. Schließlich müssen “gesunde Gelüste” wiedererlernt werden.

Ich selbst kann sagen, dass sich eine Umstellung auf jeden Fall lohnt. Mit etwa 2 großen Gläsern “grünem Saft” oder/und “grünen Smoothies” am Tag und ca. 80% Rohkost-Nahrung fühle ich mich besser als vorher. Am auffallendsten war wohl die “Entleerung” im Kopf – die Gedanken und die Konzentration wurde klarer und besser. Meine Glutenunverträglichkeit hat sich gebessert und das ist für mich ein Zeichen, dass der Darm hier nach, doch einigen anderen Zusatzmittelchen, nochmal einen Sprung gemacht hat.

Meine Empfehlung: Jeder, der mit der Haut Probleme hat, muß auf jeden Fall seinen Darm auf Vordermann bringen und das heißt auch, seine Ernährung umstellen, was eine Lebenseinstellung ist.

“Tue nichts, was dir schaden könnte”

Achte auf die Ernährung, Mitmenschen, die dich schlecht behandeln und tue die Dinge, die sich gut anfühlen und deine Seele strahlen lassen (alles andere ist eine Unterlassungs-Sünde und dämpft die Energien, die dann nachher woanders und nicht so schön rauskommen).

Die Firma “lifefood” zum Beispiel hat sich auf alltagstaugliche Rohkost-Produkte spezialisiert. Hier können Sie 100%-ig sicher sein, dass es Rohkost ist und die Produkte schmecken außerdem noch. Bei einer früheren Zellsättigung rechnet sich mit der der Zeit auch der Preis und Sie können ohne Bedenken ein naturbelassenes Nahrungsmittel genießen.

Probieren Sie und schnuppern Sie hinein in die Rohkost-Szene. Es lohnt sich auf jeden Fall – für Ihre Gesundheit und für Ihre Küche!

Anmerkung: Geben Sie sich Zeit, wenn Sie umstellen möchten. Von Urs Hochstrasser (Rohkost-Pionier, gibt super interessante Seminare) habe ich erfahren, dass er erst im 2. Monat eine körperliche Steigerung erfahren hat – aber dann ging es ab! Weniger Schlaf, mehr Konzentration, kein dumpfer Kopf, klares freies Denken usw.

TIPP: Wenn Sie dennoch nicht ganz auf normales Brot und gekochte Speisen verzichten möchten, dann fügen Sie einfach Rohkost-Mahlzeiten in Ihren Tagesplan mit ein, z.B. morgens ein Rohkost-Müsli:
2 EL frisch geschrote oder noch besser, gekeimtes Getreide (Dinkel, Emmer, Einkorn usw. frisch geschrotet = enthält noch alle Lebensgeister)am Abend vorher eingeweicht (so bilden sich über Nacht gesunde Milchsäurebakterie. Sie können auch Vollkornreis oder Hirse nehmen. Aufgrund anderer Zusammensetzung ist es aber sinnvoll mit Milchsäurebakterien nachzuhelfen (z.B. Chi Getränk mit Milchsäuregärung).

Übrigens: Unser Darm bildet, wenn er gesund ist, selbst Vitamin B 12; mehr zu diesem für Veganer interessanten Thema:

http://www.urshochstrasser.ch/fragenfindenantworten.htm

Gemerkt habe ich z.B. auch, dass ich bei wärmeren Temperaturen eine bessere Verdauung habe bzw. vermute ich, dass der “Brennstoffofen” (Stoffwechsel) auf höherer Leistung fährt. D.h. im Sommer vertrage ich Brot bzw. Glutenhaltiges problemlos, im Winter reagiere ich bei zu viel Gluten mit einer Histaminausschüttung = geschwollene Augen)

Obst nach Gemütslage z.B. 1 Banane und 1 Kiwi
für mehr Süße kann man z.B. 4 getrocknete Aprikosen oder Feigen zugeben
für mehr Biss können Nüsse oder Samen zugegeben werden
1 EL gutes Öl in Rohkost-Qualität
gutes Wasser zugeben (kann man natürlich auch mit z.B. frisch gepresstem Orangensaft machen), fertig!
Schmeckt herrlich lecker und hält an.

Wenn Sie Milchersatz “brauchen” können Sie mit Mandelmus selbst Milch herstellen, indem Sie 1 EL Mandelmus (Soyana hat leckeres) nehmen oder auch eingeweichte und pürierte Mandeln (diese müssen aber dann noch in einem Tuch ausgedrückt werden) und mit ca. 1/2 Liter Wasser verquirlen – Mandelmilch – oder weichen Sie Haferflocken am Abend ein und drücken Sie diese morgens in einem Tuch aus – Hafermilch.

Ganz besonders und sehr nährhaft schmeckt auch “Erdmandelmilch” oder eben spanisch “Horchata de Chufas“. Unbedingt probieren und den Zucker kann man natürlich problemlos gegen Honig, Agavendicksaft oder sonstiges austauschen – ist sonst sehr, sehr süß.

Mittags können Sie für sich oder/und Ihre Familie eine herkömmliche Mahlzeit zubereiten und am Abend noch einmal ein Rohkost-Essen z.B. einen Salat:

große Handvoll Rucola
nach Jahreszeit und Belieben Kräuter oder Wildkräuter (enthalten mehr Mineralien und Vitamine wie jeder Salat) wie Giersch, Wegerich, Löwenzahn usw. aus dem Garten
1/2 Avocado
Sesamkörner (enthalten wesentlich mehr Calcium als die Milch) oder Kürbiskerne
für die Sauce:
3 EL Rohkost-Olivenöl
1 EL Tamari (Rohkost Soja Sauce, also nicht pasteurisiert; soll ja noch alle Enzyme enthalten nach der Fermentierung)
Saft einer Orange
Kräutersalz nach Geschmack
Wer es herber mag, kann noch Zitronensaft zugeben oder auch 1 TL Senf (Reform) oder
wer es süßer mag 1 Tl Agavendicksaft oder Honig

Wenn Sie solche Gerichte regelmäßig in Ihren Ernährungsplan einbauen, haben Sie schon so einiges für Ihre Gesundheit getan. Achten Sie aber immer auf nicht erhitzte Produkte, wirklich gesunde Öle, Bio-Gemüse (möglichst vom Bio-Bauern um die Ecke; der bestrahlt sein Gemüse bestimmt nicht), Produkte die noch ganz und möglichst nicht verarbeitet sind. Darin ist noch alles Leben erhalten!

Wichtig!

Wenn Sie auf Rohkost umstellen wollen, dann tun Sie dies Schrittweise. Fügen Sie in Ihren normalen Speisplan Smoothies mit ein und nehmen innert 3 Monaten einfach mehr an Rohkost mit ein.

Zum Beispiel:

Fangen Sie mit 2 großen Gläsern Smoothie an und Sie können das bis 1 Liter steigern – wenn es Ihnen schmeckt und Sie sich dabei gut fühlen.

Oder essen Sie eben mindestens 1x Mahlzeit roh am Tag. Ein guter Anfang sind immer Rohkost-Müslis oder Frischkornbrei zum Frühstück. So kommen schon gut Ballaststoffe in den Darm zur Reinigung.

Denn die Reinigung ist für den Darmaubau das Wichtigste. Die meisten bekommen Bauchschmerzen und Blähungen von Rohkost, weil der Darm voll von alten Ablagerungen ist – die müssen raus. Entweder mit einer Kräuter-Darmkur oder Einläufen. Anders wird das nichts. Das zeigt die Erfahrung immer wieder. 2-3 Monate würde ich der Umstellung Zeit lassen und dann mit probiotischen Kulturen den Darm aufbauen, denn diese waren eventuell vorher schon zu wenig und durch Einläufe werden sie auch weniger.

Überhaupt können Sie Ihren Darm mit täglichen pre- oder probiotischen Kulturen aus Tamari, Miso, Chi, EM´s, ombar probiotischer Schokolade, Frischkornbrei, milchgesäuertem Gemüse auf Trab halten – aber immer unpasteurisiert!

Nur so erhalten und bekommen Sie einen gesunden Darm!

Immer wieder begegnen mir Menschen, die schon glutenfrei, zuckerfrei und sehr gesund sich ernähren. Trotzdem haben sie ihre Beschwerden weiterhin – weil die Darmreinigung und der Aufbau fehlt.

Zudem vergessen wir oft, dass das Grünzeug (gerade Wildkräuter) die meisten Mineralien enthält und wir stets zu wenig davon essen. Nochmal:

  • Grünes enthält die meisten Mineralien
  • noch dazu in kolloidaler Form, das so viel besser aufgenommen werden kann
  • Grünes enthält viele Ballaststoffe – Darmputzer
  • Grünes enthält je nach Sorte, Schwefel – hilft bei der Schwermetallausleitung
  • Grünes enthält Chlorophyll und Provitamin A für eine gesunde Haut
  • in nicht gekochter Form enthalten Pflanzen aus der Natur die meisten Biophotonen, die uns lebendig halten

Tipp: Wer trotz alledem seine Beschwerden nicht losbekommt, sollte unbedingt zusammen mit seinem Therapeuten alte seelische Blockaden ausgraben und auflösen. Vieles nicht verdaute, kommt irgendwann wieder hoch. Entweder um die 40 rum, wenn der Stoffwechsel umstellt oder in den Wechseljahren (nach der chinesischen Medizin sollte man ab etwa 40 Jahren für genug eigene Energie sorgen und nicht auf Energiereserven bauen – will heißen, Kraft bekommen durch gesunde Ernährunge, gute Freundschaften, Kraft spendende Arbeit, harmonische Lebensumstände).

Kochen oder nicht kochen?

Diese Frage tritt auch bei mir immer noch auf. Ich bin kein 100%-iger Rohköstler und esse ab und zu gekochtes. Dabei stelle ich trotz allem fest, dass die Zellsättigung nicht so eintritt, ich dann nachher manchmal müde bin, aber nicht immer. Es kommt irgendwie darauf an, was man kocht. Der liebe Zucker macht sehr zu schaffen, Weißmehl auch und Eier bzw. tierische Fette/Käse sind ebenfalls schwierig, wenn der Magen/Darm bereits sensibilisiert ist.

Was geht noch und was nicht?

Nach wir vor würde ich Obst nicht kochen – es zerstört ja die Vitamine und übrig bleibt nur ein Magenfüller. Gemüse – wenn dann nur ganz, ganz leicht dünsten. Aber auch hier gehen die Vitamine ganz schnell hinüber, die letzten Enzyme bei 80 Grad. Übrig bleiben die Mineralien (trotz allem in veränderter Form? durch die Hitze) und Ballaststoffe. Was unser Körper dann noch genau aufnehmen kann, weiß selbst die Wissenschaft noch nicht genau.

Anmerkung: Jetzt hat die Wissenschaft herausgefunden, dass z.B. die Carotinoide aus der Karotte erst in gekochtem Zustand für unseren Körper verwertbar sind! Wenn Sie diese also wollen oder brauchen, dann dünsten Sie sich ab und an einen schönen Karottensalat.

Das Eiweiß verändert sich und weder in gekochten, noch im ungekochten Zustand, weiß man wie es sich im Körper verhält. Zahlen über die Aufnahme von Eiweiß, egal ob tierisch oder pflanzlich, schwanken rauf und runter und keine Angaben derzeit, sind wirklich brauchbar (Angeblich können wir eh nur 3% am Tag aufnehmen, angeblich können wir pflanzliches bis zu 70% und tierisches kaum bis zur Hälte aufnehmen!).

Wenn man davon ausgeht, dass in der Muttermilch sehr wenig davon drin ist und wir uns trotzdem schnell entwickeln, muß man wohl davon ausgehen, dass wir eher wenig brauchen. Statt dessen ist z.B. sehr viel Lecithin (ebenfalls in Mandeln und Sonnenblumenkernen) für´s Gehirn enthalten. Aber welcher Erwachsene führt dieses gezielt zu?

Also…

…wenn Sie auf Kochen nicht verzichten möchten, dann beschränken Sie sich auf Hülsenfrüchteält, Vollkorn-Reis, Hirse (enthält viel Kieselsäure für Bindegewebe, Nägel, Knochen, Zähne) und ganz leicht gedünstetes Gemüse. Damit haben Sie schon viel gewonnen.

…gehen Sie Zucker, so gut wie möglich, aus dem Weg und tauschen Sie ihn ein gegen Honig, Agavendicksaft, Yacondicksaft, Ahornsirup, Stevia, Xylitol und was es derzeit sonst noch gesundes natürliches auf dem Markt gibt. Wenn Sie trotzdem Zucker verwenden möchten, dann nehmen Sie Vollrohrzucker. Er ist nicht raffiniert – also kristallisierter Zuckerrohrsaft mitsamt allen “Unreinheiten”. Laut Studien ist er nicht besser als weißer Zucker. Verwenden Sie ihn, spüren Sie in sich hinein und Sie werden merken: doch besser! Er ist einfach nicht raffiniert und eben naturbelassen. Das ist der Unterschied – so wie bei jedem Nahrungsmittel. Nur zu viel des guten Süßen tut unserem Körper nicht gut.

…wenn Sie Tierisches nicht lassen können oder wollen, dann nur wenig und nicht oft

…halten Sie Gerichte so einfach wie möglich, auch der Magen mag es lieber Monoton. Frau Schatalova (“Wir essen uns zu Tode”)hat mit 2 gleichen Mahlzeiten (nicht mehr) am Tag viele Leute wieder gesund bekommen!

…essen Sie insgesamt eher wenig als zuviel; wenn es doch eher mal zuviel war, lassen Sie mindestens eine Mahlzeit aus. Das enstspannt den Darm und hilft ihn zu leeren

…essen Sie generell wenig, wenig Kohlehydrate – Gemüse, Salat, Obst, Nüsse, Samen sollten unseren Speisplan bestimmen

…essen Sie das, was es der Jahreszeit entsprechend gibt; dann ist es möglichst frisch und aus “normaler” Kultur und nicht hin-und hergezüchtet und von sonstwo eingeflogen

…essen Sie nach Ampelfarben – gelb – rot – grün und Querbeet; routieren Sie durch alles Eßbare Gesunde, dann brauchen Sie keine Angst vor Mangelernährung haben

…haben Sie stets viel Freude und Genuss beim Essen und seien Sie dankbar für die Vielfalt, die wir haben. Guten Appetit!

Zu unseren Rohkost-Produkten…

Interessanter Blog zum Thema Rohkost…

und mehr…

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